Dienstag, 25. März 2008

maerz

noch ein ausflug nach golra sharif. von weitem war schwarzer rauch zu sehen. von nahem ein zug mit dampflokomotive, die demnaechst durch die werbung fuer eine chinesische mobilfunkfirma fahren wird. der bahnhofsvorsteher hat uns die persoenlichen wagen von lord mount batten und dem maharaja von jodhpur aufgeschlossen. welch’ unerahnter luxus sich da auf den abstellgleisen verbirgt. so koennte man reisen – und die 24 stunden geniessen, die es heute dauert, von peshawar nach karachi zu gelangen.

homoepathische zauberkugeln und skandinavische mischung haben den heuschupfen besiegt. es gibt bereits erdbeeren. ostern und neujahr und der nationalfeiertag wurden am wochenende gefeiert. emilio ist nun unser nachbar und tom wird in kuerze die reise hierher wieder antreten und hoffentlich oft unser gast sein.

ob die bombe vom vorletzten wochenende etwas aendert? wahrscheinlich nicht. schwer zu sagen, wieviele es braucht, die gegen auslaender gerichtet sind, damit daraus eine persoenliche bedrohung wird. es gab auch bomben in madrid und london. da kann man sich im kopf verschiedene perspektiven zurecht denken und kommt doch zu keinem rechten schluss.

wir sind kurzentschlossen in die berge gefahren. viel grauer schnee von vorgestern. immer noch phototauglich fuer die angereisten touristen. unsere kinder sind auf pferden mit uns spaziert.

Mittwoch, 19. März 2008


mich plagen die pollen und wie – ich versuche homoepathische kugeln und mildere das kribbeln, das bis in die ohren dringt, mit den fiesesten lakritzen, die janet zu weihnachten geschickt hat. falls der schnupfen etc. anhaelt, kann ich nur hoffen, dass es ganz schnell heiss wird, und ich kaum noch zeit im freien verbringe. oder, dass die moskitostiche mehr jucken als die kleinen samen aller moeglichen baeume und pflanzen.

wir haben endlich ein sofa. das hat ein jahr gedauert, nicht weil wir uns nicht entscheiden konnten, sondern weil es nur schreckliche gibt. nun haben wir doch ein 3. hand model gefunden und neu beziehen lassen. unser fensterlose raum in der mitte des hauses ist zur film lounge geworden. wir koennen endlich all die filme des vergangenen jahres nachholen und alles, was gerade einen oscar bekommen hat, anschauen.

die kinder gedeihen praechtig. lucas bellt wie ein wachhund, jedem entgegen, dass es sich um sein baby handelt. lieselotte hat beim elektrogeratehaendler meines vertrauens einen sandwichtoaster als begruessungsgeschenk bekommen.

die schwestern von obendrueber schmieden fluchtplaene und haben mich eingeweiht. die geheimnisvollen naechtlichen toene stammen doch nicht von einer eule, sondern vom chef der nachtwaechter, der seine kollegen wach pfeift.