Donnerstag, 5. Juni 2008

sommer
ich wollte immer verhindern, dass das eine muttiseite wird. aber es ist doch meine seite. und ich bin gerade vor allem das und die sproesslinge meine hauptbeschaeftigung. das sich einmal so viel darum drehen wuerde, haette ich nicht gedacht. hab’ mich ueber eltern gewundert, die sich alles erzaehlen, was die kinder anstellen, jeden fortschritt einander mitteilen. ich weiss nicht, wieso ich dachte, das wuerde alles ganz nebenbei passieren. und dann die erkenntnis, dass zwei doppelt so viele sind wie eines, nicht nur eines mehr.

wie sehr ich mich auch immer mit mir auseinandersetzen muss, das ist auch eine ueberraschung. ich kann jetzt ahnen, wie schnell die zeit vergehen wird und viele dinge, die unseren alltag ausmachen, den start von liesel und lucas bestimmen und spuren in deren ganzem leben hinterlassen. das haut mich manchmal um.


es wird heiss. wenn nach einer stunde pause der strom wieder fliesst und sich die ventilatoren wieder drehen – ein aufatmen. alles waechst wie verrueckt, der gaertner kommt nun wieder ein paar mal pro woche und begruesst mich jedes mal mit “good morning, Sir”.

rolla und richard haben uns mit in die berge zu einem cottage genommen, das sie schon beim letzten pakistan aufenthalt gemietet haben. eine datsche in den bergen. wir haben gegrillt und ein zelt aufgebaut und sind – vor allem – der hitze fuer ein paar stunden entkommen.

ich bin neulich morgens vor dem fruehstuck mit dem fahrrad zum baecker gefahren und der hat mir ein herz gebacken.