herbst
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| hindukush heights |
als wir am chitral airport landeten, hat uns ein typ zurueck gerufen – ich dachte, die wollen noch mal checken, ob wir auch kein gepaeckstueck zuviel genommen haetten. so waere lucas beihnahe zum zweiten mal gegen polio geimpft worden, weil gerade eine dreitaegige landesweite kampagne lief und also an allen moeglichen und unmoeglichen stellen jemand mit serum lauerte. ach, was fuer eine wohltat, der stadt zu entkommen. das gilt fuer berlin wie fuer islamabad. das hotel ganz leer und sehr schoen. ein ganz anderer zugang zu den leuten mit lucas – keine beruehrungsaengste. in chitral gabs polo zu sehen und das fort zu besichtigen, fuer das wohl leider keine ausicht auf rettung besteht. noch mehr alten glanz gab’s beim picknick am sommerpalast der ehemaligen herscher, chitral war bis 1969 unter kontrolle der koeniglichen familie, einer deren nachkoemmlinge fuehrt das hotel „hindukush heights“. das war auch eine reise in eine andere jahreszeit – herbst. wir haben fisch auf einer forellenfarm gekauft und in schrebergartenatmosphaere tee getrunken. dort sind auch die jungs aufgetaucht, die beinhae zu schuechtern fuer ein foto waren. das hotel und seine angestellten sind sonst oft sehr beschaeftigt – mit kurzen oder ausgedehnten touren durch die berge. es gibt einen fuhrpark mit minibussen und jeeps, die lucas alle ausprobieren musste. am hang vor dem hotel wachsen gemuese. tomaten vom strauch in den mund. wir haben uns wunderbar ausgeschlafen in einem riesigen bett, wurden von einem einfallsreichen koch verwoehnt und mussten einen tag frueher als geplant abreisen, weil ein anderer herr einen ploetzlichen einfall in die tat umsetzte. zurueck in strasse 40 bleibt der alltag unveraendert – schlagzeilen werden beihnahe rund um die uhr produziert. die zeit bis zur abreise nach donegal rast – und lucas rollt mit seinem laufrad durch die stadt. der hund darf bleiben und kommt auch mit spazieren.



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