muttischeu
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| sommergewi |
ich sortiere immer noch den müll. dabei wird sowieso alles auf einen großen haufen gekippt. praktischerweise gleich am ende unserer strasse. wir wohnen im letzten haus. und auf dem muellsammelplatz wohnen die muellsammler. es gibt ein receyclingsystem – das habe ich nur noch nicht durchschaut. mutti, das ist ein ort, der tausende „warum?“ fragen stellt. ich hab keine antworten. du wirst schon sehen. einmal in der woche gibt es nachmittags eine spielgruppe. da treffe ich die kinder aus der kita wieder. ein enger kreis. so habe ich schon einige paläste betreten mit gärten, die mit ein bisschen übertreibung parks genannt werden können. ich frage mich schon lange, wie viel geld eigentlich länder für ihre botschaften auf der ganzen welt ausgeben. und was tun deren angestellte, vor allem an orten, in denen höchstens ein dutzend ihrer staatsbürger wohnen und man sich kaum verbindungen wirschaftlicher oder politischer art vorstellen kann? naja, vielleicht mangelt es mir auch an der nötigen phantasie für bilaterale verbindungen zwischen pakistan und urugay. jedenfalls bleibe ich ein bisschen muttischeu. und mir fehlt, ein gespräch mit jemandem zu führen, das nicht mit der frage nach namen und alter der kinder beginnt und schliesslich zu dem job des ehemannes führt. gestern ist wiedermal so ein wunder geschehen, das um so leuchtender wirkt, weil wir das päckchen, dass anfang februar von berlin abgeschickt wurde, schon abgeschrieben hatten. die mitreisende spinne jedenfalls schweigt bisher zum verlauf der expedition. wahrscheinlich ist sie sprachlos über das bereits aufgegebene wiedersehen mit uns. apropos wieder sehen: der erste besucher kommt schon nächste woche. tom hat für drei monate im pakistanischen teil kaschmir’s zu tun und landet in islamabad. jippi!



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